EElias 2027 · WerkstattArbeitsbereiche

Gemeinsamer Arbeitsraum

Was klingt an?Was wirkt weiter?

Diese Werkstatt begleitet die gemeinsame Arbeit am Elias von Felix Mendelssohn Bartholdy – vom Bibel- und Notentext über die Proben bis zu den Aufführungen im Oktober 2027.

10. Oktober 2027Marienkirche Lippstadt
17. Oktober 2027St. Petri Soest
Minimalistische Darstellung des Propheten Elias in einer kargen Landschaft

Annäherungen an Elias

Ein Werk. Viele Zugänge.

BibeltextMusikBilder und WirkungGegenwartGemeinde und Öffentlichkeit

Senkel fragt nach · Folge 1

„Ich hör immer ELIAS! Erklär ma!“

Chorhündin Senkel stellt die Fragen, die sich sonst keiner zu stellen traut. Axel versucht zu antworten.

Das Gespräch anhörenSenkel fragt, Axel antwortet · 4:51 Minuten
Gespräch mitlesen

SenkelAxel?

AxelJa, Senkel?

SenkelIch hör hier immer nur: Elias, Elias, Elias! Bei den Proben, am Telefon, auf dem Computer. Wer ist dieser Elias eigentlich? Ein neuer Tenor?

AxelNein. Elias ist ein Prophet aus der Bibel.

SenkelProphet? Ist das einer, der vorhersagt, wann es wieder Leckerli gibt?

AxelNicht ganz. Ein Prophet schaut sehr genau hin. Er merkt, wenn etwas schiefläuft, und spricht es aus – auch wenn andere es lieber nicht hören wollen.

SenkelDas kann ich auch. Mein Futternapf ist auffällig oft leer.

AxelDu konzentrierst dich allerdings stark auf ein einziges Problem.

SenkelMan muss Schwerpunkte setzen. Und was war Elias’ Schwerpunkt?

AxelEr lebte in einer Zeit voller Konflikte. Es ging um Macht, Angst, Dürre, falsche Sicherheiten und die Frage: Worauf können Menschen wirklich vertrauen?

SenkelKlingt nicht gerade nach einem gemütlichen Abend auf dem Sofa.

AxelNein. Seine Geschichte ist dramatisch: Da gibt es Könige und Propheten, Feuer und Regen, Verzweiflung und neuen Mut.

SenkelFeuer? Ich bleibe lieber bei Regen. Obwohl … eigentlich auch nicht.

AxelDas Spannende ist: Elias sucht Gott im Gewaltigen – im Sturm, im Erdbeben und im Feuer. Aber schließlich begegnet ihm Gott ganz anders: in einer kaum hörbaren Stille.

SenkelAlso muss man leise werden, um etwas Wichtiges zu hören?

AxelVielleicht. Jedenfalls muss man erst einmal zuhören.

SenkelAch deshalb steht auf eurer Seite: Was klingt an? Was wirkt weiter?

AxelGenau. Wir wollen nicht vorschnell festlegen, was Elias uns heute sagen soll. Wir hören auf den Bibeltext, auf Mendelssohns Musik und aufeinander – und fragen, was davon in uns und in unserer Zeit weiterwirkt.

SenkelMoment mal – jetzt kommt noch ein Mendelssohn dazu?

AxelFelix Mendelssohn Bartholdy. Er hat aus der Geschichte ein großes Oratorium gemacht: für Solisten, Chor und Orchester.

SenkelEin Oratorium ist also eine Oper, bei der niemand ein Kostüm anzieht?

AxelDas ist stark vereinfacht.

SenkelAber nicht völlig falsch?

AxelNicht völlig. Die Handlung wird durch die Musik lebendig. Der Chor ist dabei nicht bloß Hintergrund. Er kann Volk sein, zweifeln, hoffen, anklagen, jubeln – und manchmal ziemlich aufgebracht werden.

SenkelWie bei euch, wenn jemand die falsche Notenseite aufschlägt?

AxelUngefähr. Nur musikalisch eindrucksvoller.

SenkelUnd was ist jetzt diese Elias-Werkstatt?

AxelDort entsteht unser Projekt Schritt für Schritt. Wir sammeln Gedanken, untersuchen Texte, hören auf die Musik und überlegen gemeinsam, wie daraus 2027 unsere Aufführung werden kann.

SenkelAlso ist noch nicht alles fertig?

AxelNein – und genau das ist die Idee. Wer mitdenkt, darf Fragen stellen, Beobachtungen beisteuern und Rückmeldung geben.

SenkelDann hätte ich schon eine erste Beobachtung.

AxelWelche?

SenkelWer gut hören will, braucht große Ohren.

AxelDamit bist du uns tatsächlich voraus.

SenkelWusste ich’s doch. Wo können die Menschen mehr erfahren?

AxelAuf unserer Elias-Werkstattseite.

SenkelGut. Dann schnuppere ich da mal rein.

AxelDu könntest auch lesen.

SenkelEiner nach dem anderen, Axel. Erst schnuppern. Dann sehen wir, was weiterwirkt.

Orientierung

Die Arbeitsbereiche

Die Seite wächst Schritt für Schritt. Jeder Bereich erhält seine Dokumente und aktuellen Ergebnisse.

Arbeitsstand

Was jetzt dran ist

  1. 1
    OW Nr. 5 abschließen

    Musikalische Beobachtungen im Notentext prüfen und markieren.

  2. 2
    Leiterheft Nr. 1–5 beginnen

    Librettotext, Sprecher, Hinweise und Notizraum zusammenführen.

  3. 3
    Quellen vergleichend lesen

    Erst selbst beobachten, dann Todd, Kimm, Werner und weitere Stimmen befragen.

Nicht weniger Feuer, aber ein besserer Herd.